DIA-SCHAU
"Patagonische Eisreise"
Expedition zum Volcan Lautaro
Brausende Orkane, endlose Eisfelder und Einsamkeit, wie man sie nur selten auf der Erde findet: Das Südliche Patagonische Inlandeis wartet mit vielen Extremen auf. Ein vierköpfiger Trupp des Alpenvereins Bremen war in dieser Eiswüste unterwegs.
Das Ziel: der Volcan Lautaro. Ein riesiges Bergmassiv, das mitten aus der patagonischen Gletscherhochfläche herausragt und rund 3.600 Meter hoch ist. Knapp drei Wochen hat die Tour mit Ski und Lastschlitten gedauert. Am Ende gelang der offiziellen Expedition des Deutschen Alpenvereins die erste deutsche Besteigung des Gipfels im Grenzgebiet von Argentinien und Chile.
Das Südliche Patagonische Inlandeis zählt zu den letzten wirklich „weißen Flecken“ auf dem Globus – und das im doppelten Sinne. Ganz am unteren Zipfel von Südamerika befindet sich die größte Gletscherfläche außerhalb der Polargebiete. Eine endlose, tischebene Schneewüste, die äußerst selten von Menschen besucht wird und bis heute nur wenig erforscht ist. Landkarten über das „Hielo Continental“ gibt es praktisch keine.
Der Extremalpinist Folkert Lenz berichtet über die anstrengende Unternehmung. Neben faszinierenden Bildern hat der Bremer Journalist auch Originaltöne mitgebracht: Geräusche, Sprachfetzen, Interviews vermitteln quasi „Live“-Eindrücke
von der Reise übers Eis.
Daneben stellt Folkert Lenz einige Trekkinggebiete am Südzipfel Amerikas vor. Ideen auch für den „Normalwanderer“. Und natürlich fehlen Einblicke in die Tierwelt Patagoniens nicht: Der Besuch einer Pinguinkolonie rundet das fotografische Patagonien-Erlebnis ab.